Historie

Was 1925 als Metallhandel in Hamburg begann,
ist heute ein modernes Familienunternehmen mit einem der vielseitigsten Aluminiumsortimente Deutschlands.

Die Anfänge (1925–1975)

Gründung und Wachstum

Die W. Hartmann & Co. GmbH wurde am 30. Oktober 1925 von Walter Hartmann gemeinsam mit Ulrich Grajecki in Hamburg gegründet. Der Zusatz „& Co.“ erinnert bis heute an Grajeckis frühere Teilhaberschaft, auch wenn er das Unternehmen Anfang der 1960er Jahre verließ.
In den ersten Jahrzehnten belieferte W. Hartmann & Co. vor allem Schiffswerften an Nord- und Ostsee. 

Walter Hartmann

Walter Hartmann


Die Ära des Aufbruchs

Nach dem Bau der Berliner Mauer orientierte sich das Unternehmen neu und profitierte vom wirtschaftlichen Aufschwung im Nachkriegsdeutschland. Die Firma wuchs auf rund 600 Mitarbeitende in zahlreichen Niederlassungen – mit einem klaren Fokus auf Nicht-Eisen-Metalle, insbesondere Kupfer und Kupferlegierungen. Viele Hamburger Kirchen tragen bis heute Kupferdächer aus dieser Zeit. Die Nachkriegsjahre standen ganz im Zeichen von Wachstum und Innovation. W. Hartmann & Co. war nicht nur im klassischen Metallhandel erfolgreich, sondern auch ein verlässlicher Partner der Bauindustrie. Zum 50-jährigen Jubiläum 1975 entstand ein Film, der die bewegten Anfänge und die dynamische Entwicklung des Unternehmens während der Wirtschaftswunderjahre dokumentiert.

Vom Metallhandel zum Systemanbieter (1975–2000)

Das W. Hartmann & Co. Profil-System

Ab den 1960er Jahren begann W. Hartmann & Co., zusätzlich zu Halbzeugen aus NE-Metallen auch Systemkonstruktionen für Fenster, Türen und Fassaden zu vertreiben – und später selbst zu entwickeln. Diese Innovation führte zum erfolgreichen „W. Hartmann & Co. Profil-System“. Unter der Leitung von Walter W. Hartmann & Co. und später seiner Tochter Ingrid Spahn entwickelte sich das Unternehmen zu einem festen Bestandteil der deutschen Bauindustrie.

Die Erfolgsserien E2000 und E5000 prägten die 1970er Jahre ebenso wie die Weiterverarbeitung von Aluminium-, Kupfer- und Messinghalbzeugen zu hochwertigen Endprodukten.


Kooperation mit Hueck

Nach der Wiedervereinigung 1989 erlebte W. Hartmann & Co. im Rahmen des „Aufbaus Ost“ eine kurze, aber intensive Wachstumsphase. Mit dem Ende staatlicher Förderprogramme musste das Unternehmen jedoch reagieren. Die Systembausparte wurde an den damaligen Wettbewerber Hueck in Lüdenscheid verkauft – ein strategischer Schritt, um die wirtschaftliche Stabilität des Kerngeschäfts zu sichern.

Neues Selbstverständnis und Zukunftsvision (2000–heute)

Familienunternehmen in dritter Generation

Mit der Übernahme durch Roland Spahn, Enkel des Firmengründers, begann eine Phase der Neuausrichtung. Spahn restrukturierte das Unternehmen grundlegend und führte es erfolgreich in die Gegenwart. Heute beschäftigt W. Hartmann & Co. rund 100 Mitarbeitende und ist als Teil der Spahn-Hamburg-Gruppe international bekannt – besonders durch sein breites Lagersortiment an oberflächenveredelten Aluminium-Halbzeugen.

Ein Film zur BAU Messe 2017 zeigt W. Hartmann & Co. als modernen, dynamischen Metallhändler mit klarer Qualitätsphilosophie.


100 Jahre W. Hartmann & Co. – Blick in die Zukunft

Mit Wirkung zum 01.01.2023 traten die bisherigen Geschäftsführer Michael Wachsmann und Roland Spahn nach den Regeln der Gesellschaft, dass ein(e) Geschäftsführer/in nicht älter als 61 Jahre sein sollte, von der Geschäftsführung zurück. Sie wirken allerdings noch als uneingeschränkte Prokuristen weiter. Neue Geschäftsführer wurden Gregor Krausa (operativ, Gladbeck) und Sascha Michalke (Controlling und Verwaltung, Oststeinbek).

Am 30.10.2025 konnte die Firma ihr einhundertjähriges Bestehen feiern. Alleiniger Inhaber ist nach wie vor Roland Spahn. Es ist jedoch geplant, die Firma auf die in 2025 neu gegründete gemeinnützige Walter Hartmann Stiftung zu übertragen und somit theoretisch unendliche Eigentumsverhältnisse außerhalb der Familie zu schaffen. Im Zuge dessen wurde auch die Gesellschaftsform von einer GmbH & Co. KG zu einer reinen GmbH umgewandelt.

100 Jahre Hartmann